Samstag, 27. Juni 2015

Verschleißerscheinungen

Unser Fahrrad Anhänger, der ansonsten sehr tapfer durchgehalten hat, zeigt erste Verschleißerscheinungen. Die Deichsel bricht an der dünnsten Stelle. Glücklicherweise nicht bei voller Fahrt bergab, sondern bei einer leichten Steigung im Schneckentempo. wir nehmen es der Leichtmetallkonstruktionen nicht übel und besorgen uns im nächst gelegenen Asia Basar ein kleines Küchenbesteck mit einem Edelstahlgriff, der als in innen liegende Schiene zum Einsatz kommt. Mit einem Schweizer Taschenmesser und reichlich Panzertape gelingt die improvisierte Reparatur. 



Beide Reifen haben exakt die gleiche Kilometer Anzahl geleistet. Während der eine jedoch am vorhat des einen Fahrrades war, wurde der andere als hinter Reifen des schwerbepackten Rades zünftig herunter gehobelt.

Weil sich in den verschlafenen Küstendörfern schlichtweg kein Ersatzreifen auftreiben lässt, wird abermals mit Panzertape improvisiert. Die bereits an der Seite aufplatzende Karkasse wird mit Klebeband verstärkt und der herunter geschundene Reifen jetzt an das Vorderrad montiert.

Sonntag, 21. Juni 2015

Atlantikküste südlich von Porto

Beim Nationalpark São Jacinto führt uns der Weg entlang eines ruhigen Meeresarmes mit Dünen und kleinen Stränden, an dessen Ende wir mit der Fähre übersetzen, die glücklicherweise auch wochentags fährt. 



 Abends erreichen wir einen beeindruckend großen Strand bei Costa Nova.

Weiter geht es durch schattige Eukalyptus-& Kiefernwälder parallel zur Küste , wo wir uns nach knapp 40 km aufgrund der Hitze einen Pausentag können.


 Nur an wenigen Stellen ist dir ansonsten sehr sandige und von Dünen bestimmte Küste Zentralportugals durch beeindruckende Felsen durchgeschnitten.


 Aufgrund der anhaltenden Hitze können wir uns und den Kindern einen weiteren Pausentag. Der etwa 3 km von der Küste entfernt liegende See "Lago de Ervedeira" ist einfach zu verlockend.




 Abends zurück beim Zeltplatz am Atlantik darf ein Essen mit frisch gegrilltem Fisch natürlich nicht fehlen.


Mittwoch, 17. Juni 2015

Hochprozentige Stadt mit Weltkulturerbe

Endlich in Porto. Nachdem wir ein paar Kilometer geschummelt und mit dem Fernbus überbrückt haben, sind wir in der wunderschönen Stadt am Douro.



Berühmt für ihre hochprozentiger Köstlichkeit darf in Porto auf keinen Fall der Besuch eines Weinkellers fehlen. Hier bei Cockburn's lagern über 10 Millionen Liter Portwein, genug um jeden Portugiesen mit 1 Liter in heitere Stimmung zu versetzen. Die größten Fässer beinhalten pro Stück etwa 20.000 l des edlen Tropfens. Eine perfekte Ergänzung für den heimischen Weinkeller.


Da aufgrund der unverschämt hohen Mieten im Zentrum Portugals viele Häuser leer stehen und zusehends verfallen, hat die Innenstadt einen besonderen morbiden Charme.

Eines der besonders markanten Wahrzeichen der Stadt sind ihre Brücken. Mit schwindelerregenden Spannweiten verbinden Sie Porto mit der Schwesterstadt Vila Nova de Gaia.


 Zum Abschluss besuchen wir noch das am Meer gelegenen Viertel und schnuppern ein wenig frische Atlantikluft.



Malerische Küstenstraßen

Entlang malerischer Küstenstraßen geht es immer gen Süden Richtung Portugal. Nur selten gibt es kleine Nebenstraßen, doch auch die große Fernverkehrsstraße ist mit ihrem breiten Randstreifen sehr fahrradfreundlich und erfreulicherweise wenig befahren. 


Zwischen den Felsigen Abschnitten der Atlantikküste gibt uns hin und wieder ein toller Sandstrand einen guten Anlass zur Pause.


Vom Campingplatz aus bestaunen wir einen eindrucksvollen Sonnenuntergang über dem Meer. Beeindruckend ist auch, dass die markant geschwungene Wolkenformationen im Nordwesten Spaniens auch auf dem Satellitenbild deutlich zu erkennen ist.



Unmittelbar vor der Grenze zu Portugal stehen wir dann vor dem Aus. Einen etwa 15 km ins Landesinnere hineinreichenden Meeresarm wollten wir eigentlich mit der Fähre überqueren, doch diese verkehrt nur am Wochenende. Nach einer kleinen Frage-Odyssee im Fischereihafen treffen wir unseren Retter. Louis bringt uns mit seinem gut motorisierten Boot ans andere (portugiesische) Ufer und erspart uns damit zwei Tage Wartezeit.



Freitag, 12. Juni 2015

Vigo und der schönste Strand der Welt

Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilgern bleiben wir nur eine einzige Nacht in Santiago. Uns zieht es ans Meer und so fahren wir mit dem Zug nach Vigo. 



 Völlig unvorbereitet und unvoreingenommen werden wir von unserem Besuch in Vigo positiv überrascht. Denn vor unserer Nase liegt plötzlich der schönste Strand der Welt, sofern man "The Guardian" glauben mag. Und so fahren wir mit dem Schiff zum vorgelagerten Archipel Illas Cíes.


Perlweiße Strände und azurblaues Wasser vor einer beeindruckenden Kulisse aus Eukalyptuswäldern erwarten uns. Perfektes Badewetter und erfrischend kühles Atlantikwasser Sind für Jung und Alt ein Genuss.



Jakobsweg 15: Am Ziel

Nach etwa 500 km in 15 Tagen erreichen wir unser Ziel Santiago de Compostela. Der Pilgerweg endet offiziell mit einer Umarmung der Statue des Apostels in der Kathedrale. 



Wir genießen das Flair der Altstadt zusammen mit Hunderten anderer Pilger und begegnen dabei vielen bekannten Gesichtern. Mit unseren durchschnittlich 33 Kilometern an Tag waren wir keineswegs schneller als so mancher Fußgänger und damit verwundert es uns nicht, Menschen vom Beginn der Tour vor zwei Wochen wiederzusehen.


Dienstag, 9. Juni 2015

Jakobsweg 14: Duftende Eukalyptuswälder


Durch schattige und angenehm duftende Eukalyptuswälder geht es weiter nach Westen. Immer wieder treffen wir Pilger, die wir schon an anderen Orten kennengelernt haben. Wir sind schon bekannt wie bunte Hunde, denn nur selten sieht man eine Familie mit gleich zwei kleinen Kindern auf dem Jakobsweg.


Nicht jedes Paar Schuhe schafft es bis Santiago.


Die für den Anhänger zu schmale Brücke erzwingt eine abenteuerliche Flussüberquerung durch eine reißende Furt.